Zusammenfassung der Session vom 19.04.2026
(Quelle: MWi)
Zusammenfassung der Session vom 08.05.2026 (Quelle: MWi)
Das Logbuch der Damokles
Auszug aus dem Logbuch von Kapitän Obed Marsh, dem selbsternannten und verschwundenen Ordenspriester des DAGON im Tempel von Selighafen.
Eintrag, ohne Datum
Die See östlich der bekannten Routen ist ruhig, zu ruhig. Kein Wind, kein Vogel, kein Leben – und doch ist da etwas unter uns. Die Männer und Frauen sprechen nicht mehr offen darüber, aber ich sehe es in ihren Augen. Sie hören es jetzt auch, in den Nächten, in denen wir einfach nur treiben.
Wir haben die Inseln erreicht, von denen in den alten Geschichten der Händler die Rede ist. Val’akea. Ein zersplittertes Archipel, kaum im Nebel zu erkennen. Einige Inseln sind wenig mehr als Felsen, auf anderen ragen Ruinen von Tempeln, Treppen und Säulen schief aus der grünen Hölle heraus. Ich sehe keine zusammenhängende Architektur, zerrissen und zersplittert, als hätte das alles mal zu einer großen, ja gewaltigen Stadt gehört, die hier oben einfach nicht existieren sollte. Riesige Köpfe aus Stein, von grässlicher Natur.
Ich habe Skizzen der Inseln angefertigt, so gut es eben ging. Doch ihre Lage ist trügerisch. Karten versagen hier. Entfernungen stimmen nicht, Richtungen verändern sich. Was am Horizont liegt, ist nicht dort, wo es scheint. Nicht mal auf die Sterne kann ich mich hier verlassen.
Die Händler hatten recht: Ohne das Instrument sind diese Gewässer nicht zu befahren. Die Navigationsscheibe zeigt, was Karten nicht zeigen können. Sie richtet sich nicht nach Sternen oder Küstenlinien, sondern nach etwas anderem. Etwas unter der Oberfläche. Oder etwas auf den Inseln zieht sie an. Ich hoffe es lohnt sich, Gold und Artefakte von unvorstellbarem Wert sollen hier zuhauf versteckt sein.
Eintrag, ohne Datum
Wir sind zurückgekehrt, ich und die wenigen verbliebenen Seeleute. Ich kann niemandem erklären, was auf Val’akea passiert ist, sie würden mich für verrückt halten. Aber ich kenne nun die Wahrheit. Ich habe Dagon gesehen, und es hat auf mich zurückgeschaut. Sie, diese feinen Pinkel, haben mir die Navigationsscheibe abgenommen und verstecken sie nun in ihrem stinkenden Palast im Norden der Stadt. Sie wollen alles für sich, aber würden sich selbst nie trauen, nach Val’akea zurückzukehren. Ich muss hier in Selighafen Verbündete finden, einen Tempel für Dagon gründen. Ich will zurück, ich will zurück nach Val’akea!
Besonders hat es den Helden das von Magda gefundene Diadem angetan. Grünlich angelaufenes Gold Geschmeide wird geschmückt von schrecklichen Szenen der Anbetung von Fischen. Zack, auf den Kopf damit, was soll schiefgehen? Ist es magisch, ja, womöglich gefährlich? Absolut, ja, so denkt auch Eldric, nach einer groben Untersuchung. Magdas Gedanken schweifen ab, die Tiefe der See ruft nach ihr. Ihre Lungen füllen sich mit Luft und ihr Verstand sich mit Verlangen nach dem Meer. Das Bedürfnis wird kurzerhand mit einem tiefen Eintauchen in den Abwaschzuber der Tempelkneipe gestillt. Seltsam, das benötigt noch mehr Nachforschung. Also wird am Hafen ein Boot gechartert, Fischer Fiskars ist leichtsinnig genug mit der Gruppe raus zum Riff zu fahren. Dank trinkfester Ablenkung gelingt es, Magda mit dem Diadem auf dem Kopf über Bord zu kippen um “mal so zu gucken, was so passiert?!”. Magische Luft, füllt ihre Lunge, doch die DUnkelheit umringt sie. Dann wird es eng, die Luft knapp und alle müssen anpacken, um ihre Zwergin wieder an Bord zu hieven.
Nach einiger Rangelei sind die Helden wieder an Land. Am Markt wird eingekauft und umgehört, was dieses oder jenes wert ist, ob es sozial akzeptabel ist, in einen Laden zu pissen und weiterhin auf Bedienung zu hoffen und ob sich nicht ein Hehler finden lässt, bei dem man sein goldenes Diadem versilbern könnte.
Plimm möchte aus der erbeuteten Schuppe des Avatars von Dagon eine Rüstung schmieden/knüpfen/kleben lassen. Der Schmied Korvus nimmt sich dieser Aufgabe an.
Samir, der so lange als Käufer gestohlener Dinge schon immer seine Finger von magischen Gegenständen gelassen hat, zeigt auch hier beim Diadem fast eine Art ekel, er will es auf keinen Fall kaufen. Er verweist aber, gegen ein bisschen Klimper, auf Henrietta Armitage, sie kenne sich mit magischen und mysteriösen Artefakten aus. Sie wird zu Rate gezogen, was Diadem und Logbuch bedeuten könnten. Die Navigationsscheibe könnte in einem der Händlerhäuser Selighafens versteckt sein und den Weg zum Val’akea Archipel zeigen und somit zu unermesslichen Schätzen.
Armitage erzählt ebenfalls von den reichsten Handelshäusern der Stadt und die Helden machen sich auf die Suche nach Gerüchten, Hinweisen und feiner Kleidung, um näher an den Geldadel heranzukommen. Im feinen Schneidereigeschäft der Familie Lethwyn treffen die Helden auf einen in Eile scheinenden Dienstboten des Hauses Valmere, er überbringt eine Einladung zum Maskenball am heutigen Abend. Schnell wird diese stibitzt - es ist eine gute Idee sich dort einzuschleusen und mal umzusehen, die Valmeres sind bekannt für ihren Überseehandel und immensen Reichtum.
Plimm und Beckbor werden durch glücklichen Zufall als Küchenhilfen engagiert und entsprechend eingekleidet, Magda und Octomom bereiten sich darauf vor, als Adelige und mit der Einladung in das Haus zu kommen. Sie bekommen sündhaft teure Kleider und Masken (und mopsen die im Laden verbliebenen Masken). Als Vertreterinnen des Hauses Von und Zu Lockenburg und mit dem Bauplan des Hauses Valmere (von Henrietta aus dem Kontor bereitgestellt) machen sich alle auf den Weg zu Alderis Tempel, um dann am Abend den Valmeres einen unangekündigten Besuch abzustatten.





